Der Begriff Freies Spiel ist nicht nur eine Bezeichnung eines zeitlichen Abschnitts, in welchem sich die Lernenden ohne Unterstützung und ohne Lernziele nach Lust und Laune beschäftigen.

Vielmehr gehört es auch in der HPS Zofingen zu einer vor allem in der Basisstufe spezifische Unterrichtsform. Das Freie Spiel wird von den Lehrpersonen vorbereitet und durch Mitarbeitende begleitet, wie auch bei der sogenannten geführten Sequenz.

Damit die Lernenden die Spielangebote möglichst selbständig wahrnehmen können, ist das Anleiten bei organisatorischen Abläufen wie zum Beispiel die Spielverteilung oder das Aufräumen des Spielmaterials von grosser Bedeutung. Die im Freien Spiel geltenden Regeln helfen ein möglichst förderliches Spielklima zu schaffen.

Die Unterrichtsform Freies Spiel hält für die Lernenden verschiedene Lernangebote parallel bereit. Diese werden bezüglich Inhalt, Material, Spielart und Sozialformen ausgewogen angeboten. Dabei werden fünf Spielformen unterschieden: das Funktionsspiel, das Konstruktionsspiel, das Symbolspiel, das Rollenspiel und das Regelspiel.

Im Freien Spiel setzen sich die Lernenden aktiv und intensiv mit sich selbst und ihrer Umwelt auseinander. Sie forschen, entdecken, üben und auch das eigene Interesse und die Neugierde werden geweckt. Im Freien Spiel erwerben die Lernenden eine Fülle an kognitiven, emotionalen und sozialen Fähig- und Fertigkeiten. So sind beim Bauen oder Konstruieren mit Legosteinen das Abstraktionsvermögen und das logische Denken gefordert, beim Spielen im Verkauf Laden werden mathematische Erkenntnisse geschult und das Regelspiel verlangt ein hohes Mass an Frustrationstoleranz.